Was ist bei der Hausschätzung zu beachten?

Der rechtsverbindliche Weg zur Hausschätzung ist das Verkehrswertgutachten

Wer sich über eine Hausschätzung informieren möchte, der findet schnell heraus: Die verbindlichste Form der Hausschätzung ist ein Gutachten, das den Verkehrswert der Immobilie bestimmt. Dieser Wert gibt Hinweise auf den Real- und den Ertragswert, ist aber in der Regel nicht mit ihnen identisch. Dieses Verkehrswertgutachten kostet schnell einen vierstelligen Betrag und ist nicht immer nötig. Es gibt auch günstigere und sogar kostenlose Möglichkeiten der Immobilienbewertung.

Diese drei Optionen der Hausschätzung gibt es grundsätzlich

Eine Wertermittlung schützt Käufer und Verkäufer einer Immobilie gleichermaßen. Der Käufer ist davor gefeit, eine Fehlinvestition zu tätigen. Und der Verkäufer erhält mit der Hausschätzung eine Vorstellung über den Wert des Hauses – und einen möglicherweise zu erzielenden Verkaufspreis.

Diese drei Optionen sind gängige Praxis:

  1. Eine meist kostenlose, schnelle Immobilienbewertung auf Basis einiger, weniger Daten zum Haus und zur Lage reicht aus, um einen Eindruck der Marktlage zu erhalten – wenn Sie eine Immobilie verkaufen oder kaufen möchten.
  2. Ein umfangreiches Verkehrswertgutachten benötigen Sie, wenn die Immobilie zur Streitsache geworden ist, eine Erbengemeinschaft involviert ist oder der Immobilienwert vielleicht sogar vor Gericht thematisiert wird. Aus juristischer Sicht bietet das Verkehrswertgutachten beispielsweise auch die Sicherheit vor unzulässigen Nebenabreden oder unlauterer Preisbildung.
  3. Der Mittelweg, ein günstiges Kurzgutachten, hat zwar vor Gericht keinen validen Wert, reicht aber aus, um einen Kaufs- oder Verkaufspreis zu argumentieren, die Finanzierung zu sichern oder eine Baugenehmigung zu erhalten.

Eine kostenlose Hausschätzung ist vor allem datenbasiert

Wer eine kostenlose Hausschätzung durchführen möchte, muss mindestens diese Werte angeben, um den Verkehrswert schätzen zu lassen:

  • Wohnfläche in Quadratmetern
  • Grundstücksfläche in Quadratmetern
  • Postleitzahl der Immobilie
  • Anzahl der bewohnbaren Zimmer
  • Grund der Hausschätzung (Verkauf, Kauf, Vermietung, Miete)

Ein Verkehrswertgutachten weist den gerichtlich verwertbaren Marktwert der Immobilie aus

Das Verkehrswertgutachten ist hingegen die Königsklasse der Hausschätzung. Welche Parameter bei der Ermittlung des Verkehrswertes wichtig sind, verrät der § 194 des Baugesetzbuches. Demnach sind die Eigenschaften der Immobilie, ihre Beschaffenheit, das Grundstück und dessen Lage wichtige Kriterien, um – auf Basis einer kostenpflichtigen Hausschätzung – den Verkehrswert zu bestimmen.

Das Verkehrswertgutachten kommt einer umfangreichen Immobilien-Dokumentation gleich. In diesem Gutachten gibt es einen Textteil, der die Hausschätzung bzw. die Ermittlung des Verkehrswertes dokumentiert und in einen größeren Zusammenhang stellt. Zudem liegen diesem Gutachten in der Regel Grundbuchauszüge, etwaige Baulasten, Pläne zur Flächennutzung, Bebauung und Erschließung ebenso bei wie Baugenehmigungen und Bauzeichnungen.

Der iib Immobilien-Richtwert dient dem Maklerteam als Grundlage

Das Maklerteam baut bei der Hausschätzung auf den Immobilienrichtwert des Dr. Hettenbach Instituts. Dieser greift auf Wohnlagen, aktuelle Marktdaten und normierte Bewertungsverfahren zurück und sorgt so für eine valide und seriöse Hausschätzung. So kommt der Verkehrswert, der per se ein Mix aus Ertrags- und Realwert ist, einem validen Immobiliengutachten sehr nahe.

Die Bewertung der Immobilie fußt auf der Professionalität von Sachverständigen der DEKRA, die ein entsprechendes Zertifikat haben. Reicht eine kostenfreie Hausschätzung nicht aus, können Immobiliengutachter und Bausachverständige ein umfassendes Gutachten erstellen, das mehrere Seiten umfasst und dabei auch dokumentiert, wie der Verkehrswert zustande kommt.